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Interessanter Artikel bei Spiegel Online

8 Oktober 2016
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„Wegen Krankmeldungen der Crews: TUIfly bleibt nahezu komplett am Boden“

TUIfly stellt heute den Betrieb fast vollständig ein. Mit gemieteten Maschinen und Besatzungen können gerade einmal zehn Flüge durchgeführt werden. Eine Entschädigung will die Airline betroffenen Kunden nicht zahlen.

Lesen Sie hier den gesamten Artikel.

Dazu unsere Gedanken und Anregungen:

Welche AusWirkungen es haben kann, wenn sich Unternehmen und Mitarbeiter über längere Zeit tendenziell destruktiv, an Problemen orientiert und stark kontrovers macht-voll auseinander setzen, zeigt der aktuelle Fall bei TUIFLY – Nahezu ALLE Maschinen bleiben heute am Boden – ein unglaublicher und ich vermute, bis heute noch nie da gewesener Vorgang. Und das deshalb, so ist zwischen den Zeilen zu hören und auch zu lesen, weil sich eine überwältigende Mehrheit der Crews spontan krank gemeldet hat. Hier kann der Eindruck entstehen, dass sich hier ein besonders krasser und deutlicher Fall von fehlender Mitarbeiterbindung in Verbindung mit mangelnder gegenseitiger Wertschätzung abzeichnet und seinen erschreckenden Verlauf nimmt. Und dabei geht es uns jetzt nicht darum (was allerdings eine leichte, naheliegende und im Business-Alltag häufig praktizierte Übung wäre), einen „Schuldigen“ auszumachen und auf diesem herum zu hacken. Was ist es dann? Ein ganz dringender mehrstufiger Appell liegt uns da sehr viel mehr am Herzen:

  1. Nehmen Sie gerade die frühen Warnzeichen für Konflikte (Fluktuation, hohe Fehlzeiten, wenig Bindung ans Unternehmen, wenig Wertschätzung quer durch alle Bereiche und Hierarchien, destruktive statt konstruktiv-lösungsorientierte Kommunikations- und Unternehmens-Kultur) aufmerksam, wachsam und gleichzeitig achtsam wahr!
  2. Bedenken Sie (und zwar ganz genau an Ihrer Position), was Sie konkret tun können (Prinzip der Selbst-Verantwortung und Selbst-Wirksamkeit) und wen Sie evtl. auch als Unterstützung brauchen, um zeitnah „Kurs-Wechsel-Impulse“ zu setzen bzw. Aufmerksamkeit dafür zu wecken.
  3. Pflegen und fördern Sie (auch hier wiederum: genau an der Position, an der Sie stehen) eine offene, transparente und gleichzeitig wertschätzende Kommunikation. Sehr hilfreich ist natürlich, wenn dies auch durch die Unternehmensleitung geschieht, gerade in unternehmerisch schwierigen Lagen und Problem-Situationen. Ohne stimmig-plausible Impulse und Signale „von oben“ wird es auf Dauer nicht funktionieren.
  4. Binden Sie möglichst alle Menschen ein, die in den Prozess involviert und davon betroffen sind und sorgen Sie für eine möglichst breite und aktive Beteiligungs-Kultur. MOTTO: Aus Betroffenen Beteiligte machen! Umfassende Nutzung der vorhandenen Kompetenzen (die meisten Unternehmen nutzen längst nicht alle Kompetenzen ihrer Mitarbeitenden)
  5. Lernen Sie aktiv und engagiert zuzuhören, gerade und vor allem den Menschen, die nicht Ihrer Meinung vertreten. Lernen Sie, das dahinter liegende Bedürfnis, den Wunsch, die Sehnsucht herauszuhören und dafür Verständnis zu entwickeln. Ohne eine größere, breitere Verständigungs-Kultur in Unternehmen und Gesellschaft werden wir aus schweren und großen Problemen nicht wirklich dauerhaft und mit nachhaltigen Lösungen auf Augenhöhe herauskommen.
Joachim Beyer-Wagenbach – Geschäftsführer der promt.feelgood GmbH 

Wir begleiten, beraten und trainieren Unternehmer und viele Menschen in Unternehmen (Führungskräfte, Projektleiter, Personalleiter und –Entwickler, Mitarbeitende, interne und externe Trainer und Coaches) auf dem Weg zu einer positiven Mitarbeiterbindung, emotional kompetenter und dabei agiler Führung. Uns liegt ein wertschätzendes Miteinander von Menschen in unterschiedlichen Positionen und Funktionen sehr am Herzen.

Für weitere Informationen und ein kostenfreies Beratungsgespräch genügt eine Mail an: info@promt-feelgood.de

 



promt.feelgood


Feel Good Management, in unserem Verständnis, beschäftigt sich mit der Gestaltung verschiedener Verfahren und Prozesse in Führung, Kommunikation und Personalentwicklung. Dabei soll die emotionale Bindung der Mitarbeiter gestärkt werden, eine humane Wertekultur entstehen und die Arbeitgeberattraktivität erhöht werden. Es steht hier immer die Frage im Vordergrund, wie kann durch Feel Good Management auch ein wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens sichergestellt werden. Dabei lässt sich oft erkennen, dass dies sich gegenseitig begünstigende Ziele sind.