Feel Good Management

Warum Feel Good Management für Unternehmen und Mitarbeiter sinnvoll ist?


Jedes Unternehmen muss wettbewerbsfähig bleiben, um im Markt dauerhaft bestehen zu bleiben. In Zeiten des demografischen Wandels und Fachkräftemangels werden dabei Themen wie Personalgewinnung, Schaffen einer Arbeitgebermarke und Mitarbeiterbindung immer wichtiger.

Viele Unternehmer berichten seit einiger Zeit, dass es zunehmend schwerer wird, offene Stellen zu besetzen. Mögliche Bewerber analysieren potenzielle Arbeitgeber in sozialen Netzwerken und finden schnell heraus, was die bestehenden Mitarbeiter so über ihren Arbeitgeber berichten. Schneidet der Arbeitgeber dort schlecht ab, wird es schwieriger offene Stellen zu besetzen.

Außerdem stellt sich immer mehr heraus, dass der Bindung von Mitarbeitern eine entscheidende Rolle zukommt. So belaufen sich die durchschnittlichen Fluktuationskosten für ein Unternehmen mit 2.000 Mitarbeiter pro Jahr schon auf 2.900.000 Euro (Dieser Rechnung liegen Werte des Statistischen Bundesamtes und der Gallup Studie zugrunde).

Die Anzahl psychischer Erkrankungen aufgrund von Belastungen am Arbeitsplatz ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Der Begriff Burnout wird in diesem Zusammenhang immer öfter genannt. Die Fehlzeiten, die aufgrund psychischer Erkrankungen entstehen, sind im Schnitt fünfmal höher als etwa bei Atemwegserkrankungen und verursachen enorme Kosten und ein hohes Maß an Leid bei den Betroffenen und ihren Familien.

Neben der sozialen Verantwortung von Unternehmen ist es also auch ein wirtschaftliches Interesse und eine Investition in die Zukunft, wenn Unternehmen in Mitarbeiterbindung und Feel Good Management investieren. Hier geht es darum, Mitarbeiter nicht einfach an das Unternehmen zu binden (z. B. mit juristischen Bindungsmaßnahmen), sondern in die emotionale Verbundenheit und das Wachstum der Mitarbeiter zu investieren. Mitarbeiter, die emotional hoch an das Unternehmen gebunden sind, wechseln nicht nur seltener den Arbeitsplatz. Diese Mitarbeiter sind motivierter und bringen mehr Leistung. Gleichzeitig kann Feel Good Management dafür sorgen, dass regelmäßig Maßnahmen ergriffen werden, um psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz zu verhindern. Auch die Gestaltung einer Arbeitgebermarke gehört zu typischen Aufgaben des Feel Good Managers.

Was ist Feel Good Management?


Bei Feel Good Management geht es um mehr als um schlichte Mitarbeiter-„Bespaßung“, ergonomische Arbeitsplätze oder Obstkörbe für Mitarbeiter.

Für uns ist Feel Good Management eine professionelle Tätigkeit im Bereich Personalmanagement oder Personalentwicklung.

Für uns gilt folgende Definition von Feel Good Management:

Feel Good Management ist die systematische Planung, Steuerung und Überwachung strategischer und operativer Maßnahmen zur Verbesserung der Unternehmenskultur und zur Steigerung der Mitarbeiterbindung. Dabei stellt Feel Good Management Methoden zur Verfügung, welche Führung und Personalentwicklung dabei unterstützen, die hier erwähnten Ziele zu erreichen. Neben einer höheren emotionalen Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen trägt erfolgreiches Feel Good Management auch dazu bei, die Attraktivität des Unternehmens für mögliche Bewerber zu erhöhen. (Vgl. Kleer 2016; S. 4.)

Wir bedienen uns folgender Leitsätze für professionelles Feel Good Management:

  1. Feel Good Management verbindet betriebswirtschaftliche (harte) Faktoren mit emotionalen (sozialen) Faktoren und sorgt für eine solide Datenbasis zur Erfassung verschiedener Faktoren der emotionalen Mitarbeiterbindung.
  2. Feel Good Management stellt Methoden zur Verfügung, welche die Führungskräfte in Ihrer Arbeit unterstützen.
  3. Feel Good Management sorgt für Training und Coaching von Führungskräften.
  4. Feel Good Management unterstützt Führungskräfte im Coaching ihrer Mitarbeiter, bzw. sorgt für regelmäßiges Coaching der Mitarbeiter.
  5. Feel Good Management ist Kulturarbeit. Das bedeutet, dass eine Kultur gefördert wird, welche die emotionale Mitarbeiterbindung erhöht.

(Vgl. Kleer 2016, S.14).

Was sind Aufgabenfelder von Feel Good Management?


Die obenstehende Definition zeigt das Feel Good Management nur über die enge Verzahnung aller Organisationseinheiten funktioniert. Ein Feel Good Manager kann in einer Organisation nicht alleine durch Arbeit mit den Mitarbeitern oder der Personalabteilung eine entsprechende Kultur erzeugen. Unternehmenskultur entsteht in einem System und über Wechselwirkungen mit allen Akteuren. So wird auch jede Führungskraft und jeder Mitarbeiter selbst Verantwortlicher eines professionellen Feel Good Managements.

Der Feel Good Manager stellt hierzu Methoden zur Verfügung, steuert Projekte und sorgt für die entsprechende Weiterbildung der Führungskräfte und Mitarbeiter. Außerdem ist er verantwortlich dafür, dass Feel Good Management messbar wird. Er schlägt also eine Brücke zwischen sozialen eher weichen Faktoren (Bindung, Motivation) und harten Faktoren (Kennzahlen).

Daraus ergeben sich folgende Aufgabenfelder bzw. Einsatzgebiete im Feel Good Management:

FeelGoodManagement

Welche Rolle spielen die Führungskräfte im Feel Good Management?


Die kurze Antwort lautet: eine riesige und ganz wichtige Rolle.

Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen ist ein sehr wichtiger Faktor bzgl. der (emotionalen) Bindung der Mitarbeiter, der direkte Vorgesetzte. So gibt fast jeder zweite Mitarbeiter, der das Unternehmen freiwillig verlassen hat an, dass er jederzeit zurückkehren würde, wenn er an eine andere Führungskraft berichten könnte (aus der Gallup Studie: Engagement Index).

Außerdem hat der direkte Vorgesetzte einen großen Einfluss auf die emotionale Bindung des Mitarbeiters. Denn er hat die Möglichkeit viele der emotionalen Bedürfnisse zu erkennen und entsprechend zu handeln. Typische emotionale Bedürfnisse des Mitarbeiters am Arbeitsplatz sind unter anderem:

  • Der Mitarbeiter erhält Lob für gute Arbeit.
  • Der Mitarbeiter weiß, was von ihm erwartet wird.
  • Der Mitarbeiter erkennt den Sinn und die Hintergründe seiner Arbeit.
  • Der Mitarbeiter kann das tun, was er am besten kann.
  • Der Mitarbeiter wird in seiner Entwicklung gefördert.

Jetzt darf man auf keinen Fall die Führungskräfte eines Unternehmens als alleinig Schuldige für hohe Fluktuation oder geringe (emotionale) Mitarbeiterbindung verantwortlich machen. Zum einen ist die Klärung von Schuldfragen in Veränderungsprozessen nie hilfreich, zum anderen bedienen sich die Führungskräfte der Mittel, die sie kennen und die in das System in dem sie arbeiten passen.

Die Aufgaben des Feel Good Managements oder des Feel Good Managers sind hier:

  • Eine hilfreiche (positive) Haltung der Führungskräfte zu fördern
  • Die Fähigkeit der Selbstreflexion von Führungskräften zu fördern
  • Die Führungskräfte in emotional kompetenter und agiler Führung auszubilden
  • Moderne Führungsmethoden und Kommunikationsmodelle zu vermitteln

Die Führungskräfte werden also dazu befähigt Multiplikatoren des Feel Good Managements zu werden. Dazu brauchen die Führungskräfte zunächst selbst eine passende Haltung zu sich und zum Unternehmen. Dann können Sie ihre Führungsarbeit mit passenden Methoden entsprechend gestalten.

Was bedeutet Unternehmenserfolg in Feel Good Management ?


Unternehmen möchten erfolgreich sein und was diesen Erfolg ausmacht, das scheint den entsprechenden Akteuren sehr klar zu sein. So werden zur Erfolgsmessung altbekannte Kennzahlen betrachtet und bei Bedarf (Unterschreitung der Zielvorgaben) werden aus einem bekannten Methodenkoffer passende Maßnahmen genutzt. Diese Methoden haben oftmals damit zu tun Prozesse zu optimieren, Kosten zu sparen und eine noch höhere Auslastung zu erreichen. Die von den Akteuren erwartete Realität scheint sich dabei immer wieder selbst zu bestätigen. Doch was passiert, wenn in einem Unternehmen keine weiteren Optimierungsmaßnahmen möglich oder sinnvoll sind? Was ist, wenn sich das Außen oder der Markt soweit verändert, dass bisherige Lösungsmuster nicht mehr greifen?

Heute zehren schon viele Unternehmen davon, was sie einst erreicht haben. Viele Experten gehen davon aus, dass die nächsten wirklichen Entwicklungsschritte nicht mehr durch Prozess- oder Kostenoptimierungen möglich sind. Es wird erforderlich zu einem lernenden und agilen Unternehmen zu werden, dessen Wettbewerbsfähigkeit sich durch die Motivation, Kreativität und Innovationskraft ergibt. Dazu braucht es ein neues Verständnis von Unternehmenszielen und Veränderungsfähigkeit.

Dies kann nicht heißen, dass Unternehmen zukünftig nicht profitabel sein wollen. Vielmehr kann Feel Good Management ein Zielsystem bereitstellen, in dem die Messgrößen der emotionalen Mitarbeiterbindung ebenso wichtig sind, wie monetäre Ziele.

Das Ziel den Mitarbeiter emotional zu binden ist ein komplementäres Ziel zu Gewinn und Innovation. Maßnahmen, welche die emotionale Bindung der Mitarbeiter erhöhen, sorgen dafür, dass Unternehmen insgesamt erfolgreicher werden.

Wie Feel Good Management eine lernende Organisation fördert?


Laut Senge (In „Die fünfte Disziplin“) sind Menschen nicht Gefangene eines Systems, sondern nur Gefangene des eigenen Denkens. Um Unternehmen wirklich zu verändern und innovativ zu machen (Innovationskraft beizubehalten) braucht es eine „lernende Organisation“. Dazu gehört, eine gewisse systemische Denkweise und die Fähigkeit das eigene Verhalten zu reflektieren und anzupassen. Um eine lernende Organisation zu werden, braucht ein Unternehmen außerdem ein hohes Lerninteresse der einzelnen Mitarbeiter. Dies wiederum benötigt eine hohe emotionale Bindung und Selbstverantwortung aller Akteure. Feel Good Management fördert also durch die Erhöhung der emotionalen Bindung das Entstehen einer lernenden Organisation. Außerdem sind gut ausgebildete Feel Good Managers selbst Experten der verschiedenen Werkzeuge lernender Organisationen. So können sie durch verschiedene Interventionen und Weiterbildungsangebote dazu beitragen, die Organisation lernfähiger und agiler zu gestalten.

Wir bieten Ihnen eine zertifizierte Ausbildung zum Feel Good Manager an

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Feel Good Management, in unserem Verständnis, beschäftigt sich mit der Gestaltung verschiedener Verfahren und Prozesse in Führung, Kommunikation und Personalentwicklung. Dabei soll die emotionale Bindung der Mitarbeiter gestärkt werden, eine humane Wertekultur entstehen und die Arbeitgeberattraktivität erhöht werden. Es steht hier immer die Frage im Vordergrund, wie kann durch Feel Good Management auch ein wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens sichergestellt werden. Dabei lässt sich oft erkennen, dass dies sich gegenseitig begünstigende Ziele sind.